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Knapp, aber trotzdem verloren

Knapp, aber trotzdem verloren

Herbert Schüßler, 25.04.2016
Es sollte ein weiterer Schritt Richtung zweite Bundesliga werden, als die Deggendorf Dragons die Ulm Falcons in der Solea-Arena empfingen. Sehr eng liefen die beiden Spiele des Doubleheaders ab und die Deggendorfer hatten gute Gewinnchancen. Letztendlich verloren sie aber ihre Heimspiele in der Baseball-Regionalliga Südost mit 4:5 und 7:8.
 
Staatssekretär Bernd Sibler war nach Natternberg gekommen, um den Dragons mit einem First-Pitch viel Glück und Erfolg zu wünschen. Er meisterte die Aufgabe mit Bravour. Die Voraussetzungen der Gastgeber gegen die Ulmer Falken einen guten Erfolg einzuheimsen waren allerdings durchwachsen. Zum einen mussten sie auf Stephen Ruszkowski und besonders Daniel Husband, einen der stärksten Schlagmänner, verletzungsbedingt verzichten. Andererseits stand mit dem Südafrikaner Jayde Thome ein neuer Mann auf dem Platz, der für den Regionalliganeuling vor allem am Wurfhügel eine Verstärkung darstellen soll.
Eingangs des ersten Spiels entwickelte sich eine muntere Partie. James Larsen hatte vorerst seine Gegner im Griff, die Homeplate blieb drei Spielabschnitte lang sauber. Catcher Stefan Brückner absolvierte zuverlässig wie immer über beide Spiele seinen Part hinter der Homeplate. Die Offense der Dragons konnte gleich am Anfang einen Run verzeichnen. Im weiteren Spielverlauf jedoch bekam Teammanager Martin Helmig zunehmend Sorgenfalten auf der Stirn. Es machte sich Unsicherheit sowohl in der Offensive, wie in der Verteidigung breit. James Larsen, sonst ein Garant für ein dominantes Auftreten auf dem Mound, agierte manchmal etwas unglücklich. Die Falcons taten sich auch nicht gerade durch glänzende Aktionen hervor. Mit einem kleinen Vorsprung von 4:3 für die Hausherren ging man ins siebte Inning. Und da passierte der Alptraum jedes Pitchers: James Larsen warf zu hoch zur ersten Base. Der Ball ging über Freund und Feind hinweg und die Gäste aus Ulm holten sich zwei Punkte zum für die Dragons äußerst schmerzlichen 4:5.
 
Das zweite Spiel begann viel versprechend. Jayde Thome stand das erste Mal für die Deggendorfer auf dem Wurfhügel, fühlte sich dort spielerisch recht wohl und zeigte vor allem schnelle, harte Würfe. Ansonsten gefielen ihm die derzeitigen Apriltemperaturen überhaupt nicht. Erst vor zwei Tagen kam er aus dem herbstlich warmen Johannesburg in das nur etwa zehn Grad kühle Niederbayern. Er fror deutlich sichtbar. Bis auf die Fehler im dritten Umlauf, die den Falken fünf Runs einbrachten, war Martin Helmig mit ihm zufrieden. „Den bekommen wir schon noch hin“, meinte der Teammanager. Die Dragons jedoch hatten keinen guten Tag erwischt. Sie bäumten sich wohl gegen den Gästevorsprung auf und gingen mit 7:6 in den letzten Spielabschnitt. Aber dort ereilte sie das gleiche Schicksal wie im ersten Spiel. Auf der Zielgeraden wurden sie von den Schwaben noch abgefangen und verloren mit 7:8.
„Heute war keiner fehlerfrei“, resümierte Martin Helmig nach dem Spiel. „Es war ein schwarzer Tag für uns mit absolut vermeidbaren Niederlagen. Und er hat gezeigt, leistungsmäßig haben wir noch viel Luft nach oben“.
 
 
 
Bildunterschrift:
(3.1) First-Pitch durch Staatssekretär Bernd Sibler, daneben Martin Helmig und James Larsen. –Foto Christian Zak.
(14) Es war nicht der Tag der Dragons: Simon Schmelz versucht mit großem Einsatz die zweite Base zu erreichen, wird aber vom Gegner abgefangen. -Foto: Armin Kerscher

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